Chalcopyrite
CuFeS₂
PbMoO₄
Wulfenit ist eines der ikonischen Blei-Sekundärminerale. Typisch sind extrem dünne, rechteckige bis quadratische Tafelkristalle in Gelb-, Orange- oder Rottönen. Gerade diese Form macht hochwertige Stufen spektakulär, aber auch empfindlich.
Wulfenit entsteht in der Oxidationszone von Blei- und Molybdänlagerstätten. Er bildet sich sekundär, wenn entsprechende Ionen in porösen Gesteinsbereichen mobilisiert und später in Hohlräumen wieder kristallisiert werden.
Die Mohs-Härte liegt nur bei 2.5–3. Zusätzlich besitzt Wulfenit eine deutliche Spaltbarkeit, wodurch tafelige Kristalle mechanisch sehr verletzlich sind. Der hohe Brechungsindex sorgt für einen auffällig brillanten Glanz.
Als Schmuckstein ist Wulfenit wegen Toxizität und Empfindlichkeit ungeeignet. Seine Hauptbedeutung liegt im Sammlermarkt. Industriell spielt er als Molybdänträger eine Nebenrolle.
Berühmt sind Los Lamentos (Mexiko) und die Red Cloud Mine (Arizona, USA). Weitere relevante Vorkommen liegen in Marokko, Namibia und Kärnten.
Orange, rot, gelb, braun
Ja. Wulfenit ist ein bleihaltiges Mineral. Direkter Kurzzeitkontakt mit festen Kristallen ist meist unkritisch, aber Staub und orale Aufnahme sind gesundheitsschädlich.
Nicht empfehlenswert. Das Mineral ist sehr weich und spröde, die dünnen Tafelkristalle brechen leicht.
Wegen der Kombination aus außergewöhnlicher Kristallform, kräftigen Farben und starkem Glanz.
Vor allem für hitze- und verschleißfeste Stahllegierungen in Industrie, Maschinenbau und Luftfahrt.