Alexandrit
BeAl₂O₄
Fakten
Über Alexandrit
Alexandrit ist eine seltene Varietät des Minerals Chrysoberyll, die einen bemerkenswerten Farbwechsel zeigt. Unter Tageslicht oder fluoreszierendem Licht erscheint er typischerweise smaragdgrün oder petrolfarben, während er unter Glühlicht (wie Kerzenlicht oder Wolframlampen) zu einem Himbeerrot oder Purpurrot wechselt. Dieses Phänomen ist als 'Alexandrit-Effekt' bekannt und wird durch die komplexe Art und Weise verursacht, wie der Stein Licht aufgrund von Spuren von Chrom absorbiert.
Formation und Geologie
Alexandrit bildet sich in einer sehr spezifischen geologischen Umgebung, in der Beryllium und Chrom aufeinandertreffen. Dies ist selten, da diese beiden Elemente normalerweise in verschiedenen Gesteinsarten vorkommen. Er tritt typischerweise in Pegmatiten und Glimmerschiefern auf. Die berühmtesten historischen Vorkommen lagen im russischen Uralgebirge, heute wird er aber auch in Brasilien, Sri Lanka und Ostafrika abgebaut.
Physikalische Eigenschaften
Mit einer Mohshärte von 8,5 ist Alexandrit extrem widerstandsfähig – unter den beliebten Edelsteinen wird er nur von Saphir und Diamant übertroffen. Er besitzt eine gute Zähigkeit und keine ausgeprägte Spaltbarkeit, was ihn zu einer hervorragenden Wahl für Alltagsschmuck macht. Die Qualität des Farbwechsels (wie deutlich der Übergang ist) ist der Hauptfaktor bei der Wertbestimmung.
Historische Bedeutung
Benannt nach Zar Alexander II. von Russland, wurde Alexandrit in den 1830er Jahren im Ural entdeckt. Da seine Farben (Rot und Grün) mit den Militärfarben des kaiserlichen Russlands übereinstimmten, wurde er zum Nationalstein des Zarenreiches. Er ist einer der Geburtssteine für Juni, den er sich oft mit Perle und Mondstein teilt.
Farben & Varietäten
Grün bei Tageslicht, rot bei Kunstlicht
Haupteigenschaften
- Dramatischer Farbwechseleffekt
- Extrem selten
- Hohe Härte (8.5)
- Starker Pleochroismus
- Chrysoberyll-Varietät
- Chrom-Chromophor
Verwendung & Anwendungen
- Hochwertiger Schmuck
- Anlage-Edelstein
- Sammlerstücke
- Wissenschaftliche Laserforschung
Fundorte
- Russland (Ural) - Originalquelle
- Brasilien
- Sri Lanka
- Tansania
- Madagaskar
- Indien