Malachit
Cu₂CO₃(OH)₂
Fakten
Über Malachit
Malachit ist ein Kupfercarbonat-Hydroxid-Mineral mit einer lebhaften grünen Farbe. Er ist leicht an seiner charakteristischen konzentrischen Bänderung und seinem „botryoidalen“ (traubenartigen) Wachstums habitus zu erkennen. Malachit wird seit der Antike wegen seiner Schönheit als Pigment und Edelstein verwendet. Er wird oft zusammen mit Azurit gefunden, einem weiteren Kupfermineral.
Entstehung & Geologie
Malachit bildet sich in den oxidierten Zonen von Kupfererzlagerstätten (der „Eisener Hut“). Er ist ein sekundäres Mineral, was bedeutet, dass er durch die Verwitterung primärer Kupferminerale wie Chalkopyrit entsteht. Er tritt typischerweise als faserige, samtige Massen oder in stalaktitischen und botryoidalen Formen auf.
Physikalische Eigenschaften
Malachit ist relativ weich (3,5-4) und säureempfindlich. Sein wertvollstes Merkmal ist seine intensive grüne Farbe und die wunderschönen Muster, die durch Schichten verschiedener Grüntöne entstehen. Er hat in faserigen Formen einen seidigen bis glasartigen Glanz und in massiven Formen einen matten bis erdigen Glanz.
Historische Bedeutung
Die alten Ägypter verwendeten Malachit für Schmuck und mahlten ihn bereits 4000 v. Chr. zu feinem Puder für Augen-Make-up. Im 19. Jahrhundert war er bei den russischen Zaren zur Dekoration von Palästen sehr beliebt, vor allem der „Malachitsaal“ im Winterpalast. Er wird seit langem mit Schutz und Transformation in Verbindung gebracht.
Farben & Varietäten
Hellgrün bis Dunkelgrün
Haupteigenschaften
- Markante grüne Bänderung
- Botryoidaler Habitus häufig
- Sekundäres Kupfermineral
- Schäumt in Säure auf
- Seidiger oder samtiger Glanz
- Bildet oft Pseudomorphosen
Verwendung & Anwendungen
- Zierstein
- Schmuck (Cabochons)
- Grünes Pigment (historisch)
- Kupfererz (untergeordnete Quelle)
- Inlay-Arbeiten
- Architektonische Dekoration
Fundorte
- Demokratische Republik Kongo - weltweit führend
- Russland (Ural) - historisch
- Australie
- USA (Arizona)
- Namibia
- Sambia
- Israel (Timna-Tal)