Amber
C₁₀H₁₆O (approx)
SiO₂·nH₂O
Opal ist eine hydratisierte amorphe Form von Kieselsäure (SiO2·nH2O); sein Wassergehalt kann gewichtsmäßig zwischen 3 und 21 % liegen, beträgt aber gewöhnlich zwischen 6 und 10 %. Aufgrund seines amorphen Charakters wird er als Mineraloid klassifiziert, im Gegensatz zu kristallinen Formen von Kieselsäure, die als Minerale klassifiziert werden. Er lagert sich bei relativ niedriger Temperatur ab und kann in den Spalten fast jeder Art von Gestein vorkommen, wobei er am häufigsten mit Limonit, Sandstein, Rhyolith, Mergel und Basalt gefunden wird.
Australischer Opal wird oft in Sedimentgesteinen aus der Kreidezeit gefunden. Er entsteht, wenn kieselsäurereiches Wasser in Risse und Hohlräume in der Erde sickert. Wenn das Wasser verdunstet, hinterlässt es eine Kieselsäureablagerung. Über lange Zeiträume wiederholt sich dieser Zyklus und bildet Opal. Das einzigartige Farbspiel im Edelopal wird durch die Beugung von Licht durch Kieselsäurekugeln verursacht, die in einer regelmäßigen Anordnung gepackt sind.
Edelopal zeigt ein variables Zusammenspiel von inneren Farben, und obwohl er ein Mineraloid ist, hat er eine interne Struktur. Im mikroskopischen Maßstab besteht Edelopal aus Kieselsäurekugeln mit einem Durchmesser von etwa 150 bis 300 nm in einem hexagonalen oder kubisch dicht gepackten Gitter. Diese geordneten Kieselsäurekugeln erzeugen die inneren Farben, indem sie die Interferenz und Beugung von Licht verursachen, das durch die Mikrostruktur des Opals fällt.
Der Name Opal soll vom Sanskrit-Wort upala (उपल) abgeleitet sein, was 'Juwel' bedeutet, und später vom griechischen opállios (ὀπάλλιος), was 'eine Farbveränderung sehen' bedeutet. Im Mittelalter galt Opal als Stein, der großes Glück bringen konnte, weil man glaubte, er besitze alle Tugenden jedes Edelsteins, dessen Farbe im Farbspektrum des Opals vertreten war.
Polychromatisch (Farbspiel)