Granat
X₃Y₂(SiO₄)₃
Fakten
Über Granat
Granate sind eine Gruppe von Silikatmineralen, die seit der Bronzezeit als Edelsteine und Schleifmittel verwendet werden. Alle Granatarten besitzen ähnliche physikalische Eigenschaften und Kristallformen, unterscheiden sich jedoch in der chemischen Zusammensetzung. Die häufigste Farbe ist Rot, aber Granate sind in fast jeder Farbe zu finden, einschließlich Orange, Gelb, Grün, Violett, Braun, Blau, Schwarz, Rosa und Farblos. Der seltenste davon ist der blaue Granat.
Entstehung & Geologie
Granate kommen typischerweise in metamorphen Gesteinen (Schiefer, Gneis) und einigen magmatischen Gesteinen (Granit, Kimberlit) vor. Sie bilden sich unter hohen Temperaturen und Drücken. Da Granat so widerstandsfähig gegen Verwitterung ist, kann er auch in Sedimentgesteinen wie Sandstein und Konglomerat gefunden werden. Almandin ist der häufigste Granat, der oft in Glimmerschiefern vorkommt.
Physikalische Eigenschaften
Granatarten teilen die gleiche Kristallstruktur (kubisch), variieren aber in der chemischen Zusammensetzung. Sie haben im Allgemeinen eine Härte von 6,5 bis 7,5. Sie haben keine Spaltbarkeit, was bedeutet, dass sie mit unregelmäßigen oder muscheligen Brüchen brechen. Diese Eigenschaft, kombiniert mit ihrer Härte, macht sie zu hervorragenden Schleifmitteln (z.B. Granatschleifpapier).
Historische Bedeutung
Das Wort Granat stammt vom mittelenglischen Wort gernet aus dem 14. Jahrhundert, was 'dunkelrot' bedeutet. Es leitet sich vom lateinischen granatus ab, von granum ('Korn, Samen'). Dies ist möglicherweise ein Hinweis auf pomum granatum ('Granatapfel'), eine Pflanze, deren Früchte reichlich leuchtend rote Samenmäntel (Arillus) enthalten, die in Form, Größe und Farbe einigen Granatkristallen ähneln. Er ist der Geburtsstein für Januar.
Farben & Varietäten
Rot, Orange, Grün, Gelb, Violett
Haupteigenschaften
- Mineralgruppe (keine einzelne Art)
- Isometrisches (kubisches) Kristallsystem
- Keine Spaltbarkeit
- Hoher Brechungsindex
- Glasartiger bis harziger Glanz
- Weit verbreitetes Schleifmittel
Verwendung & Anwendungen
- Edelsteine und Schmuck
- Industrielle Schleifmittel (Sandstrahlen, Wasserstrahlschneiden)
- Wasserfiltrationsmedien
- Schleifpulver
- Geothermobarometrie (Geologie)
Fundorte
- Indien - großer Produzent
- USA (New York, Idaho)
- Australien
- China
- Russland
- Türkei
- Madagaskar