Heliodor
Be₃Al₂(SiO₃)₆
Pb₅(VO₄)₃Cl
Vanadinit zählt zu den markantesten Sammlermineralen: kurze, sechseckige Kristalle in kräftigem Rot bis Orange wirken oft wie lackiert. Die ästhetische Wirkung ist hoch, zugleich ist der fachgerechte Umgang wichtig, da es sich um ein bleihaltiges Mineral handelt.
Vanadinit ist ein Sekundärmineral in Oxidationszonen bleireicher Lagerstätten. Es entsteht, wenn zirkulierende, sauerstoffreiche Lösungen Blei und Vanadium mobilisieren und in Hohlräumen wieder ausfällen. Häufig tritt Vanadinit gemeinsam mit weiteren Blei-Sekundärmineralen auf.
Mit einer Mohs-Härte von nur 2.75–3 ist Vanadinit weich und spröde. Durch den hohen Bleianteil ist die Dichte ungewöhnlich hoch. Der Glanz reicht von harzartig bis fast diamantartig, was die Kristalle visuell besonders attraktiv macht.
Wirtschaftlich ist Vanadinit als Vanadiumträger relevant; für Sammler steht die Kristallästhetik im Vordergrund. Im Umgang gilt: nicht schleifen, nicht erhitzen, Staub vermeiden, Hände nach Kontakt gründlich waschen und fern von Kindern aufbewahren.
Die bekanntesten Spitzenfunde stammen aus Mibladen (Marokko). Weitere wichtige Regionen liegen in den USA, Mexiko, Namibia und Südafrika.
Leuchtend rot, orange-rot, braun, gelb
Vanadinit enthält Blei und Vanadium und ist daher toxisch. Feste Stufen kurz zu berühren ist meist unkritisch, aber Staub, Schleifen, Erhitzen oder Verschlucken sind gefährlich.
Die intensive Farbe ist idiochromatisch und hängt direkt mit dem Vanadiumgehalt im Kristallgitter zusammen.
In der Regel nein. Er ist weich, spröde und toxisch – deshalb vor allem ein Vitrinen- und Sammlermineral.
Vor allem als Legierungselement in Stahl, um Festigkeit, Zähigkeit und Temperaturbeständigkeit zu verbessern.