Türkis
CuAl₆(PO₄)₄(OH)₈·4H₂O
Fakten
Über Türkis
Türkis ist ein undurchsichtiges, blaues bis grünes Mineral, das ein hydratisiertes Phosphat aus Kupfer und Aluminium ist. Es ist selten und in feineren Qualitäten wertvoll und wird seit Tausenden von Jahren aufgrund seines einzigartigen Farbtons als Edelstein und Zierstein geschätzt. Die Substanz war unter vielen Namen bekannt, aber das Wort Türkis stammt aus dem 17. Jahrhundert und leitet sich vom französischen 'turquois' ab, was 'türkisch' bedeutet, weil das Mineral erstmals über die Türkei aus Minen im historischen Khorasan von Persien nach Europa gebracht wurde.
Entstehung & Geologie
Türkis bildet sich durch die Einwirkung von versickerndem saurem Grundwasser auf kupferreiche Gesteine. Es erfordert ein trockenes (arides) Klima zur Bildung. Es wird typischerweise in ariden Regionen gefunden und füllt Hohlräume und Brüche in alterierten Vulkangesteinen. Die blaue Farbe stammt von Kupfer, während Grüntöne durch Eisenverunreinigungen verursacht werden.
Physikalische Eigenschaften
Türkis ist kryptokristallin, was bedeutet, dass seine Kristalle zu klein sind, um gesehen zu werden. Er ist fast immer undurchsichtig. Seine Härte variiert; hochwertiges Material ist hart (bis zu 6), während kreidiges Material weicher und poröser ist. Er enthält oft dunkle Adern des Wirtsgesteins (Matrix).
Historische Bedeutung
Türkis ist einer der ersten Edelsteine, der jemals abgebaut wurde. Die alten Ägypter bauten ihn bereits 6000 v. Chr. auf der Sinai-Halbinsel ab. Er war ein heiliger Stein für die Ureinwohner des amerikanischen Südwestens und für die Azteken, die ihn in zeremoniellen Masken verwendeten. Er ist der Geburtsstein für Dezember.
Farben & Varietäten
Himmelblau, blaugrün, apfelgrün
Haupteigenschaften
- Hydratisiertes Phosphat
- Kryptokristallines Aggregat
- Undurchsichtig
- Matrix oft vorhanden (Spinnennetz)
- Wachsartiger bis halbglasartiger Glanz
- Porös (absorbiert Flüssigkeiten)
Verwendung & Anwendungen
- Edelsteine und Schmuck (Perlen, Cabochons)
- Einlegearbeiten
- Schnitzereien
- Kulturelle Artefakte
- Heilsteine
Fundorte
- Iran (Nischapur) - historische Quelle
- USA (Arizona, Nevada, New Mexico)
- China (Hubei)
- Ägypten (Sinai)
- Mexiko
- Chile
- Australien