Pyrite
FeSâ
SiOâ
Das Tigerauge ist ein chatoyierender Edelstein, bei dem es sich typischerweise um ein metamorphes Gestein mit goldener bis rotbrauner Farbe und Seidenglanz handelt. Es gehört zur Quarzgruppe und ist ein klassisches Beispiel fĂŒr eine Pseudomorphose â ein Mineral, das ein anderes ersetzt hat, wĂ€hrend die Form des Originals beibehalten wurde. In diesem Fall hat Quarz das faserige Mineral Krokidolith (blauer Asbest) ersetzt.
Tigerauge entsteht, wenn Quartzkristalle in den Adern eines Gesteins wachsen, das Krokidolith enthÀlt. Im Laufe der Zeit ersetzt der Quarz den Krokidolith vollstÀndig, wÀhrend die faserige Struktur perfekt erhalten bleibt. Der 'Katzenaugeneffekt' (Chatoyance) wird durch Licht verursacht, das an diesen winzigen, parallelen Fasern reflektiert wird, die in den Quarz eingebettet sind. Eisenoxide verleihen ihm die charakteristischen goldbraunen und gelben Farben.
Mit einer HĂ€rte von 6,5 bis 7 ist Tigerauge langlebig und lĂ€sst sich hochglĂ€nzend polieren. Sein auffĂ€lligstes Merkmal ist die Chatoyance, bei der ein Lichtband ĂŒber die OberflĂ€che zu gleiten scheint, wenn der Stein gedreht wird. Wenn es als Cabochon geschnitten wird, offenbart es seine volle Schönheit. Es wird oft in massiver Form gefunden und kommt in groĂen LagerstĂ€tten in SĂŒdafrika vor.
Tigerauge wird seit Jahrhunderten als Schutzamulett verwendet. Im alten Rom trugen Soldaten es, um im Kampf mutig und geschĂŒtzt zu bleiben. In der Folklore wird es oft als 'Stein des Mutes' und der 'Einsicht' bezeichnet, von dem man glaubt, dass er dem TrĂ€ger hilft, TĂ€uschungen zu durchschauen. Es wird auch mit dem Sternzeichen Zwillinge in Verbindung gebracht und ist eine beliebte Wahl fĂŒr Handschmeichler und Perlen.
Goldbraun, gelb, mehrfarbig