Rubin
Al₂O₃:Cr
Fakten
Über Rubin
Ein Rubin ist ein rosa bis blutroter Edelstein, eine Varietät des Minerals Korund (Aluminiumoxid). Andere Varietäten von Korund in Edelsteinqualität werden Saphire genannt. Rubin ist einer der traditionellen Kardinaledelsteine, zusammen mit Amethyst, Saphir, Smaragd und Diamant. Das Wort Rubin kommt von ruber, lateinisch für rot. Die Farbe eines Rubins ist auf das Element Chrom zurückzuführen.
Entstehung & Geologie
Rubine entstehen unter immenser Hitze und Druck unter der Erdoberfläche. Sie finden sich in metamorphen Gesteinen wie Marmor, Gneis und Schiefer. Die besten Rubine finden sich typischerweise in Marmorablagerungen (wie in Myanmar), wo der niedrige Eisengehalt eine unendliche Fluoreszenz und intensive rote Farbe ermöglicht.
Physikalische Eigenschaften
Der wichtigste Faktor für den Wert eines Rubins ist die Farbe. Das hellste und wertvollste Rot wird Taubenblutrot genannt. Nach der Farbe folgt die Reinheit: Ähnlich wie bei Diamanten erzielt ein klarer Stein einen Aufschlag. Rubine sind extrem hart und messen 9 auf der Mohs-Skala, an zweiter Stelle nur nach Diamant.
Historische Bedeutung
Historisch wurden Rubine in vielen Kulturen verehrt. Im Sanskrit heißt Rubin 'ratnaraj', was 'König der Edelsteine' bedeutet.
Farben & Varietäten
Rot, Blutrot, Rosarot
Haupteigenschaften
- Sehr hohe Härte (9 auf der Mohs-Skala)
- Hoher Brechungsindex (1.76 - 1.77)
- Fluoreszenz (leuchtet unter UV-Licht)
- Pleochroismus (zeigt verschiedene Farben aus verschiedenen Blickwinkeln)
- Hohes spezifisches Gewicht (~4.0)
- Asterismus (Sterneffekt in einigen Steinen)
Verwendung & Anwendungen
- Feinschmuck (Ringe, Anhänger)
- Laser (der erste funktionierende Laser war ein Rubinlaser)
- Präzisionsinstrumente (Uhrenlager)
- Tastspitzen für Koordinatenmessgeräte
- Anlagestandards
Fundorte
- Myanmar (Burma) - Mogok-Tal (feinste Rubine)
- Mosambik - bedeutende moderne Quelle
- Thailand
- Sri Lanka
- Madagaskar
- Vietnam
- Tansania