Quartz
SiO₂
(Na,Ca)₈(AlSiO₄)₆(S,SO₄,Cl)₁₋₂ (Komplexes Gestein mit Lasurit)
Lapislazuli (oft abgekürzt 'Lapis') ist ein tiefblaues metamorphes Gestein, das als Halbedelstein verwendet wird und seit der Antike für seine intensive Farbe geschätzt wird. Im Gegensatz zu den meisten Edelsteinen ist es ein Gestein, das aus mehreren Mineralien besteht, hauptsächlich Lasurit (das die blaue Farbe verleiht), Calcit (weiße Adern) und Pyrit (goldfarbene Flecken). Die feinsten Exemplare weisen ein gleichmäßiges, intensives Königsblau auf.
Lapis entsteht durch Kontaktmetamorphose, typischerweise wenn Kalkstein oder Marmor durch hydrothermale Prozesse verändert werden. Es wird in einigen lokalisierten, alten Lagerstätten gefunden, am bekanntesten in den Sar-i Sang Minen in Afghanistan, die seit über 6.000 Jahren abgebaut werden. Diese Minen lieferten den Lapis für die alten Ägypter und Sumerer.
Lapis hat eine Härte von 5 bis 5,5, was es relativ weich und anfällig für Kratzer macht. Es hat einen matten bis glasigen Glanz und einen blauen Strich. Das Vorhandensein von 'goldenen' Pyritflecken gilt als Markenzeichen für echten Lapis, während zu viel weißer Calcit seinen Wert mindern kann. Es ist porös und kann durch Säuren oder scharfe Chemikalien beschädigt werden.
Lapislazuli hat eine der längsten Geschichten aller Edelsteine. Es wurde in der Totenmaske von Tutanchamun und im Schmuck von Ur verwendet. Während der Renaissance wurde es zu 'Ultramarin' zermahlen, dem teuersten und am meisten geschätzten aller blauen Pigmente, das von Künstlern wie Michelangelo und Vermeer verwendet wurde, um die Gewänder von Königen und religiösen Figuren zu malen. Seit 1881 hat die synthetische Version von Ultramarin es in den meisten kommerziellen Farben ersetzt.
Tiefblau (oft mit goldfarbenen Pyriteinschlüssen)